Smart Mobility und Kognitive Kriegsführung: Neue Stipendiaten für das HBS/IPPI Fellowship Program

Smart Mobility und Kognitive Kriegsführung: Neue Stipendiaten für das HBS/IPPI Fellowship Program

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Gemeinsam mit dem Israel Public Policy Institute hat die Heinrich Böll Stiftung seit Oktober zwei neue Stipendiaten. Nathan Appleman forscht in Kooperation mit der Fuels Choice and Smart Mobility Initiative für das Büro des Premierministers und Cecily Bernstorff über kognitive Kriegsführung in Kooperation mit dem Institute for National Security Studies.

Das im Jahr 2017 gestartete Fellowship-Programm erweitert sich: Es zieht neue institutionelle Partner an und deckt mehr politische Themen ab als je zuvor. Das Programm ermöglicht jungen Akademikern aus Deutschland und Europa in die israelische Politik einzutauchen, sich aktiv an verschiedenen Phasen in politischen Prozessen zu beteiligen und letztendlich zu einem engeren deutsch-israelischen Dialog in unterschiedlichen Entscheidungsbereichen beizutragen.

Nathan Appleman fing diesen Herbst als Forschungsstipendiat in Tel Aviv an. Im Bereich Environmental Innovation Policy unterstützt Nathan die Fuel Choices and Smart Mobility Initiative des Premierministerbüros bei der Gestaltung einer kompatiblen Reform der Verkehrssteuer für Elektrofahrzeuge. Der Verkehrssektor befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, der durch die Steigerung der Kraftstoffeffizienz und alternative Technologien gekennzeichnet ist. Seine Arbeit in der Initiative des Premierministerbüros zielt darauf hinaus, die Steuereinnahmen und -ausgaben zu modernisieren indem das Prinzips des "User pays" in die Reform einbezogen wird.

Darüber hinaus unterstützt er die Heinrich Böll Stiftung in ihren Nachhaltigkeitsprojekten, unter anderem in der Abfallwirtschaftspolitik. Seine Forschung konzentriert sich auf die israelische Strategie zur Entkarbonisierung des Verkehrssektors und mögliche Erkenntnisse für deutsche und französische Strategien in der Energiewende.

Nathan ist ein Absolvent des Masters of Public Policy und aufstrebender Experte für Themen wie erneuerbare Energien und Verkehrspolitik, Ressourcenökonomie und Geopolitik der Energie. In seiner bisherigen Arbeit leitete er ein Projekt zur Stärkung der lokalen Umweltpolitik in Tunesien, welches neu gewählte Gemeinderäte, Bürgermeister, potenzielle Kandidaten und das Ministerium für Umwelt und lokale Angelegenheiten zusammen brachte. Er nahm an mehreren internationalen Beratungsprojekten und Ausschreibungen zu den Themen Erneuerbare Energien, Energieeffizienzmaßnahmen und Co-Benefits teil.

Nathan hat einen Masterabschluss in Public Policy von der Hertie School of Governance in Berlin und einen Bachelor of Arts in Internationaler Politik vom King's College London.

Die zweite Stipendiatin arbeitet zusammen mit der Heinrich Böll Stiftung und dem Institute for National Security Studies, ein unabhängiges Forschungsinstitut zu Außen- und Sicherheitspolitischen Fragen. Cecily Bernstorff ist Teil des Programms „Rethinking Security in the 21st Century“. Ihr Schwerpunkt ist die kognitive Kriegsführung, ein brandneues Feld in der internationalen Forschungsgemeinschaft. Es ist die Erweiterung der Informationskriegsführung mit dem zusätzlichen Aspekt der gezielten Anwendung von Wissen zur Beeinflussung der Massen. Sie forscht über Desinformationen und Fake News, welche die Wissens- und Meinungsbildung der Bevölkerung manipulieren, Politikströmungen verändern und demokratische Prinzipien gefährden kann. Ihr Ziel ist es die individuellen Bedrohungen verschiedener europäischer Länder zu identifizieren und zu beschreiben, wie sich europäische demokratische Regierungen der Herausforderung stellen.

Für die Heinrich-Böll-Stiftung schreibt sie informierende Analysen zur aktuellen Politiklage Israels, über die sich ständig wandelnde Gesellschaft im Land und eröffnet neue Blickwinkel zu alten Themen.

Cecily hat einen Masterabschluss in Advanced International Studies von der Diplomatischen Akademie in Wien, ebenso wie einen Bachelor in Nahoststudien und Arabisch von der School of Oriental and African Studies in London. Ihre anderen Schwerpunkte sind die sicherheitspolitischen Strategien im Nahen Osten und sie arbeitet parallel als Konfliktforscherin für verschiedene globale Konflikte für das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung.

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